Aufstellen des ersten PoP-Gebäudes

Hochdonn/Eggstedt – Der Glasfaserausbau in Dithmarschen geht mit großen Schritten vorwärts. In Hochdonn und Eggstedt wurden die ersten beiden Technikstandorte sog. PoP-Gebäude installiert. Ein Schwertransporter lieferte in der Nacht vom 23.3. auf den 24.3.2016 die 31 Tonnen schweren Gebäude an. Im Laufes des Vormittages würden Sie per Kran an ihren Bestimmungsort gesetzt. Die Gebäude beherbergen später die aktive Technik.

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PoP-Gebäude in Hochdonn
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PoP-Gebäude in Eggstedt auf dem Tieflader
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Das PoP-Gebäude schwebt heran

Breitband-Zweckverband investiert bis zum Jahr 2022 mit den Stadtwerken Neumünster rund 150 Millionen Euro im Kreisgebiet

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erster Spatenstich 9.3.2016, Manuela Charnetzki (SWN), Staatssekretär Dr. Frank Nägele, Landrat Dr. Klimant, Dirk Sasson (SWN), Peter Schoof Verbandsvorsteher Breitband-Zweckverband Dithmarschen (v.l.)

Dithmarschen – Ein großer Schritt auf dem Weg zur schnellen Datenautobahn im Kreis Dithmarschen: Mit dem ersten Spatenstich am 9.3..2016 hat der Breitband-Zweckverband Dithmarschen (BZVD) in Schafstedt-Süd die Weichen für die digitale Zukunft gestellt. Gemeinsam mit Technologie-Staatssekretär Dr. Frank Nägele aus dem Wirtschaftsministerium in Kiel, Dithmarschens Landrat Dr. Jörn Klimant, Olaf Tölke von der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) und Dirk Sasson, Prokurist und Bereichsleiter Telekommunikation und Informationstechnik der Stadtwerke Neumünster (SWN) GmbH, griff BZDV-Verbandsvorsteher Peter Schoof beherzt zum Arbeitsgerät, um symbolisch den Ausbau des flächendeckenden, leistungsfähigen Glasfasernetzes einzuleiten. Bis zum Jahr 2022 wird der Zweckverband gemeinsam mit seinem regionalen Partner in Summe rund 150 Millionen Euro in das Zukunftsprojekt investieren. Davon werden etwa 20 Millionen Euro für die aktive Technik von den Stadtwerken Neumünster  finanziert. Beginnen wird der Netzausbau in den ländlichen, schlechter versorgten Gebieten bis hin zu den städtischen, besser versorgten Regionen im Kreis Dithmarschen.

Der Zweckverband und die Stadtwerke drücken dabei aufs Tempo. Erst vor acht Monaten wurde der Vertrag unterzeichnet. „Geschwindigkeit ist schließlich das Markenzeichen des Netzes, das wir bauen – da wollen wir in nichts nachstehen“, betonte Peter Schoof beim offiziellen Festakt vor rund 50 Gästen aus Politik und Wirtschaft im Bürgerhaus. „Wir sind gut im Zeitplan und haben im ersten Ausbaugebiet, das wir im Südosten von Dithmarschen erschließen wollen, mit mehr als 1.000 Verträgen eine hervorragende Resonanz gehabt: Dithmarschen ist bereit für das schnelle Internet.“

Nach dem Startschuss in Schafstedt-Süd mit den Ortsteilen Hohenhörn und Dückerswisch folgt der Netzausbau in den Gemeinden Eggstedt und Hochdonn. Ab April rücken mehrere Tiefbautrupps nach, um die Bauarbeiten in Süderhastedt, Großenrade, Quickborn, Frestedt und Brickeln voranzutreiben. Bis zum Jahresende sollen alle Hausanschlüsse fertiggestellt sein. Erste Portierungen sind nach Angaben der SWN ab Herbst möglich.

Technologie-Staatssekretär Dr. Frank Nägele zeigte sich beeindruckt vom Dithmarscher Breitband-Projekt: „Hier wird nicht gekleckert, sondern geklotzt. Es ist beeindruckend zu erleben, dass sich 115 von 116 Städten und Gemeinden des Kreises zusammengetan haben, um die flächendeckende Versorgung mit einem Glasfaser-Anschluss aufzubauen und sicherzustellen. Mit den Stadtwerken Neumünster als starken Partner an der Seite habe ich keine Zweifel, dass dieses ehrgeizige Projekt erfolgreich sein wird. Auch am Beispiel des Kreises Dithmarschen stelle ich fest: Der echte Norden hat bei der Digitalisierung die Nase vorn.“

„Die gute Resonanz im ersten Gebiet macht uns natürlich Mut für die weiteren Gebiete, die vor uns liegen“, sagte SWN-Projektleiterin Manuela Charnetzki. „Das Glasfasernetz ist gerade für den ländlichen Raum, in dessen Erschließung mit Glasfaser wir in den vergangenen Jahren viel Erfahrung gesammelt haben, ein wichtiges Standortargument.“ Durch die gute Abschlussquote im Pilot-Cluster würden zudem Synergien erreicht, so dass in einigen Außengebieten der Ausbau realisiert werden kann.

Dithmarschens Landrat Dr. Jörn Klimant hob die Bedeutung des Breitbandnetzes für den ländlichen Raum hervor: „Der flächendeckende Breitbandausbau ist ein klares Bekenntnis zum Leben, Lehren und Lernen, Arbeiten und Wirtschaften im ländlichen Raum. Denn eine moderne digitale Infrastruktur ist heute ein wesentlicher Standortfaktor für Wirtschaftswachstum, steigende Lebensqualität sowie Impulsgeber für Kreativität und Kooperation. Ob Unternehmen, Privathaushalte, Schulen, Wohlfahrtsverbände oder Vereine – möglichst alle Dithmarscherinnen und Dithmarscher sollen vom schnellen Internet profitieren und mit der rasanten Entwicklung im digitalen Zeitalter Schritt halten können.“

 „Ich freue mich sehr, dass wir zunächst 30 Millionen Euro zinsverbilligte Mittel aus unserem IB.SH Breitband-Förderdarlehen Kommunen für den Breitband-Zweckverband Dithmarschen bereitstellen können. Die uns vom Land Schleswig-Holstein zur Zinssubventionierung bereitgestellten Mittel können helfen, den zügigen Ausbau des schnellen Internets in Dithmarschen in Gang zu setzen“, sagte Olaf Tölke, Leiter Kommunal- und Infrastrukturfinanzierungen bei der Investitionsbank Schleswig-Holstein.

Der Breitband-Zweckverband Dithmarschen investiert im ersten Aktionsgebiet rund sechs Millionen Euro in den passiven Netzausbau, die SWN weitere 750.000 Euro in die aktive Technik. Um die Haushalte und die Betriebe anzuschließen zu können, müssen allein im Pilot-Cluster rund 50 Kilometer Glasfaserkabel in Ortstrassen und weitere 17 Kilometer in Ferntrassen verlegt werden. Die Stadtwerke Neumünster, mit aktuell mehr als 22.000 Glasfaser-Kunden größter Flächenversorger in Schleswig-Holstein, verlegen die Leitungen bis ins Haus (Fibre to the home – FTTH). Als Pächter des Netzes werden die SWN später für den sicheren Betrieb des Glasfasernetzes verantwortlich sein. Das Netz bleibt nach der Fertigstellung im Eigentum des Breitband-Zweckverbandes Dithmarschen – und wird damit ein echtes Bürgernetz. Die Vermarktung der Breitband-Anschlüsse im zweiten Aktionsgebiet im Bereich Volsemenhusen, Dingen, Helse, Ramhusen, Schmedeswurth, Diekhusen-Fahrstedt, Neufeld und Neufelderkoog soll nach jetzigen Stand im Herbst 2016 anlaufen.